Albert Trautmann schrieb auf Bitten seines Freundes Anton Kohnen für dessen 1916 erschienenes „Oldenburger Kriegs- und Heimatbuch“ zwei Skizzen, die humorvolle Skizze „Frau Doktor und ihre Landstürmer“11) über die Einquartierungen von Landsturmmännern und die sehr zu Herzen gehende anrührende Skizze „Wieder allein“ 12).
Als Vorsitzender des Werlter Kriegervereins bemühte sich Trautmann auch um die Angehörigen von gefallenen Soldaten und von Verwundeten. 1916 schrieb er für einen bunten Abend zum „Besten der Kriegsbeschädigten-Familien“ das lustige Liedchen „So sind wir auf dem Hümmeling!“
„So sind wir auf dem Hümmeling!“
In Börger liegt ein Hünenstein,
den kennt ein jeder groß und klein.
Ach, legten doch, ja das wär fein, jetzt Hühner solche Eierlein.
Marianne sagt: Ja, man hat´s schwer,
der Krieg, das ist so`n Ding daher.
Schmort der Janhinnerk in der Pfann´,
denk ich an meinen Christian.´
Kathrinchen schickte ihrem Schatz,
ein Sträußchen und `nen dicken Schmatz.
Der Musketier denkt bieder,
´ne Mettwurst wär mir lieber.
Aus Moordorf zog ein Schneiderlein,
der wollt ein tapfrer Krieger sein.
Bei Meppen donnert Krupp, oh Graus,
der Schneider lief im Sturm nach Haus.
Jan von Bockhorst denkt im Sinn,
hier kommt kein Russ noch Franzmann hin.
Ist draußen auch der Teufel los,
wir sitzen wie in Abrams Schoß.
Gerd Wilm sin Holzschuh dick und lang,
schwamm durch die Ohe nach Engelland.
Dort schrien die Leut in größter Not,
da kommt ein deutsch`Torpedoboot.
„Ob´s geht zur Schlacht oder Mittagsmahl,
das ist Dir alles wohl egal?“
„Herr Hauptmann“, sagt der Hinnerk flink,
„so sind wir auf dem Hümmeling!“13)